Geboren 1957 in Bethlehem, im traditionsreichen Gebiet der Shepherds’ Field, ist Ghassan Salsa einer der bedeutendsten bildenden Künstler und Bildhauer Palästinas. Seine Werke verbinden meisterhafte Handwerkskunst mit spiritueller Tiefe – jedes Stück aus seiner Hand erzählt eine Geschichte von Glauben, Kultur und Frieden.
Die Kunst liegt ihm im Blut: Schon sein Großvater, sein Vater und sein Onkel waren Perlmutt- und Olivenholzschnitzer. Als Kind beobachtete er stundenlang die Arbeit der älteren Generationen – das Schnitzen, Schleifen und Polieren des heiligen Holzes war Teil seines Alltags. Diese frühe Prägung legte den Grundstein für seinen eigenen künstlerischen Weg.
Von 1977 bis 1979 studierte Ghassan Salsa am Institute of Fine Arts and Sculpture in Bethlehem. Trotz zahlreicher internationaler Ausstellungen und Ehrungen hat er seine Heimat nie verlassen. Bis heute lebt und arbeitet er in Bethlehem und hält die handwerkliche Tradition seiner Familie lebendig.
Seine Werke wurden weltweit ausgestellt – von Jerusalem, Paris und New York bis Atlanta, Texas und Colorado Springs. Besondere Anerkennung fand sein Schaffen auch durch Auszeichnungen für seine Beteiligung an kirchlichen Rekonstruktionsprojekten und prestigeträchtigen Kunstgeschenken. So wurde seine Kunst unter anderem Papst Johannes Paul II., Papst Benedikt XVI., US-Präsident Bill Clinton, König Abdullah II. von Jordanien und dem ehemaligen Präsidenten Yasser Arafat überreicht.
Ghassan Salsa ist nicht nur ein Künstler – er ist ein kultureller Botschafter. Mit viel Liebe zum Detail, jahrzehntelanger Erfahrung und tiefem christlichen Glauben schnitzt er aus Olivenholz unverwechselbare Kunstwerke, die eine Seele haben. Jedes seiner Werke ist ein Unikat und ein Ausdruck der Hoffnung, des Friedens und der Tradition Bethlehems.